Der Eichtest   ........  oder wie erreiche ich die optimale Belichtung?

Die optimale Belichtung des Films

Es gibt viele Methoden, die richtige Belichtung des Filmmaterials zu ermitteln; die in der Kamera integrierte, vollautomatische Mehrfeldmessung, wobei die Werte direkt von der Kamera umgesetzt werden, wobei manchmal noch Korrekturen angebracht werden koennen bis plus oder minus 1 bis 2 ganze Belichtungsstufen. Oder die Halbautomatik wo Blende oder Zeit vorgegeben wird und der andere Wert von der Kamera automatisch eingestellt wird - die Zeit- oder Blendenautomatik. Kamera’s ohne Belichtungsmesser (gibt es auch noch!) setzen den Gebrauch eines Handbelichtungsmessers voraus.

Egal welche Methode bervorzugt wird, alle führen bei richtiger Anwendung im Allgemeinen im Schnitt zu gut belichtetem Filmmaterial. Aber eben nur “im Allgemeinen” - “im Schnitt” - “gut” ! In schwierigen, extremen Lichtsituationen, oder auch wenn sehr hohe Ansprüche gestellt werden an die optimale Belichtung, ist diese Messung oft nicht exakt genug; das ganze System - von Belichtungsmessung bis Endprodukt (das Foto oder Dia) - muss zu 100% auf einander abgestimmt sein.

Jede Kamera (Belichtungszeiten, Blende), jeder Belichtungsmesser, jedes Laborgerät und sogar jede individuelle Arbeitsmethode (auch die eigene situation, z. B. Typ des Vergrößerers, Kondensor oder Diffuus, aber auch der gesamte Laborprozeß, die Methode der Agitation beim Entwickeln, Temperatur und deren Messung, Typ und ansetzen des Entwicklers, Papiersorte  usw) hat seine Toleranzgrenzen, Eigenheiten und Abweichungen, welche im gesamten Prozeß unvermeidlich sind und toleriert werden müssen. Allein schon Deine eigene Bewegungsart (ruhig, hektisch, sanft oder heftig) bei der Agitation in der Filmentwicklung kann das Endresultat ändern. Wenn alle Abweichungen unverhofft in einer Richtung tendieren, ist eine Gesamtabweichung von einer Blende oder mehr schnell erreicht. Beim Dia (der Diafilm ist im Allgemeinen viel empfindlicher für Fehlbelichtungen und ist außerdem “Endprodukt”) spielt die optimale Belichtung eine noch wichtigere Rolle als beim Negativ (Zwischenprodukt). Erst ein richtig belichtetes Dia zeigt seine volle Brillianz! Wer höchste Ansprüche an seinem Film stellt, sollte sich die (nicht unerhebliche) Mühe nehmen sein System ein zu eichen!

Aber Achtung: die von Dir erzielten Ergebnisse gelten NUR für DEINE eigene Situation (sind also NIE auf andere übertragbar), und nur für die Material- und Gerätekombination, womit der Test durchgeführt wurde.

Der Eichtest Schritt für Schritt

  Einleitung                                     wichtige Voraussetzungen

Schritt  1                                 Motivwahl und -kontrast  -  Belichtungsmessung

Schritt  2                                   Belichtung der 5 Serien je 5 Aufnahmen

Schritt  3                                   getrennte Entwicklung der 5 Filmstreifen

Schritt  4                                   getrennte Entwicklung der 5 Filmstreifen

Schritt  5                                   Analyse - welches Negativ lieferte das optimale Bild

und wie jetzt weiter ?         zum nächsten Tip >           Kontrastbewältigung

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